Deep-Links und Facebook Ads | Performance-Marketing Blog

Deep-Links und Facebook Ads

Facebook hat die Angewohnheit manche logisch erscheinenden Features nicht zu veröffentlichen. Oft steckt dahinter Kalkül. Öfter ist es jedoch sehr ärgerlich für die Marketer und deren Budgets. So betrachte ich auch das Thema Deep-Linking. Warum ich dachte, Facebook überlistet zu haben & warum ich damit falsch lag könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Was ist Deep-Linking?

Generell unterscheidet man zwischen normalen Surface-Links (oberflächliche Links) und Deep-Links (tiefe Links). Ohne viel technisches Gelaber (von dem ich auch keine Ahnung habe) lässt es sich am besten mit folgendem Beispiel erklären:

Surface Link:

Ein normaler Link. Öffnet der Nutzer diesen Link durch eine Werbeanzeige im Feed oder in der Story (Instagram / Facebook), öffnet sich der App-Interne Browser und rendert die Zielseite.

Nachteil: Verweise ich wie im Beispiel auf ein Instagram Profil, habe ich ein Problem. Der Nutzer wird aufgefordert sich doch bitte anzumelden bevor er mit meinem Content oder meinem Profil interagieren kann. Das killt natürlich die Conversion-Rate.

Dennoch gibt es Fälle bei denen die Anmeldung im App-Browser automatisch passiert. Klingt super, bringt aber dennoch seine Probleme mit sich. Der Nutzer merkt, dass er sich nicht in der gewohnten Umgebung eines Instagram-Profils befindet. Ein anderer Seitenaufbau, komische Cookie-Banner und eine Seitenladezeit – alles Dinge die es in der Instagram-App sonst nicht gibt.

Links im App-Browser – Rechts in der App

Deep Link:

Ein Deep-Link hingegen öffnet eine gewisse App (im Beispiel Instagram) auf dem Smartphone und navigiert innerhalb dieser App zu einem bestimmten Punkt / einer bestimmten Seite (Unser Profil). Das hat natürlich einen Riesen Vorteil, möchte ich mein Publikum zum Beispiel auf mein Instagram-Profil schicken, damit diese Teil meiner Community werden.

Problem: Facebook akzeptiert diese Form des Links nicht und spuckt direkt bei Anzeigenerstellung einen Fehler aus.

Wie funktioniert es doch?

Tools wie urlgeni.us bieten hier das Komplettpaket an – denkt man jedenfalls. Das Tool nimmt die Deep-Links und „Maskiert“ sie mit einem normalen Link der anschließend so aussieht:

Zu deutsch bedeutet das: Ihr gaukelt Facebook vor, dass euer Link zu einer normalen Website führt. Wird der Link allerdings geöffnet, gelangt der Nutzer ohne Umwege direkt auf das gewünschte Instagram Profil.

Aber halt, das funktioniert doch auch mit Promotion’s auf normale Beiträge in der Instagram App?!

Unerfahrener Marketing-Boi

Natürlich ist es möglich die In-App Promotion zu nutzen.. aber sind wir mal ehrlich, wer möchte schon auf seine Targeting / Optimierungs- und Budget-Optionen verzichten? Niemand. Außer vielleicht Menschen die auch Google Ads-Express benutzen.

Warum funktioniert es doch nicht?

Lange war alles super in meiner Kampagne. Die Link-Klicks hagelten für 0,03€ – 0,06€ in den Account und die Follower wuchsen mit einem hohen Qualitätsfaktor stark an (in unserem Fall um die 100 neuen Follower auf 200 Link-Klicks!)

Nach über 6000 Link-Klicks war dann aber Schluss. Facebook hat mir über Nacht alle 25 Anzeigen in 4 Anzeigengruppen abgelehnt mit der Begründung: Die eingegebene URL widerspricht den Werberichtlinien.

Ok, fair enough, es ging ja auch lange gut! Profi-Tipp: Nach dieser nachträglichen Ablehnung wäre es mehr als nur „dumm“ die Anzeigen in die manuelle Prüfung zu schicken. Gründe dafür sollte ich nicht weiter ausführen müssen, wenn man sich die Werberichtlinien von Facebook genauer zu Gemüte führt:

Quelle: https://www.facebook.com/policies/ads

Gibt es Alternativen?

Der Ärger ist natürlich groß, wenn eine Kampagne die durch Tricks und Kniffe einst gute Erfolge erzielt hat, plötzlich nicht mehr läuft. Dennoch glaube ich ist der Ärger noch viel größer, wenn euer Werbekonto samt Pixeldaten von einem Facebook-Mitarbeiter ins Jenseits geschickt wird.

Meine klare Empfehlung an alle, die ähnliches versuchen wollen:

  • Probiert es & schaut wie lange es bei euch funktioniert (keine Garantie, eigene Gefahr)
  • Geht den sicheren Weg A: In-App-Promotion von Beiträgen
  • oder den sicheren Weg B: benutzt den normalen Link zu eurem Profil als URL-Ziel und schluckt die niedrigere Conversionrate einfach runter 😉

.. es gibt noch viele weitere Anwendungsbeispiele für Deep-Linking in Ads (z.B. Amazon-Produkte). Darauf gehe ich eventuell in einem späteren Beitrag ein.

Für Fragen und Probleme stehe ich euch natürlich jederzeit in den Kommentaren bereit. Viel Spaß & stabile CPM’s wünsche ich euch.

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